Alpine Gipfelüberschreitung auf gut markierten, aber teils schmalen und felsigen Pfaden, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern. Nur bei stabilem Wetter!
Der zweite Abschnitt dieser alpinen Variante führt über einen der schönsten Aussichtsberge im Salzkammergut. Trotzdem gaben ihm die Ischler seinen Namen aus einem anderen Grund: Seine runde, grasbewachsene Gipfelhaube erinnert sie an die Form einer „Schölln“, also einer Kuhglocke. Beim Abstieg zum Hochkogelhaus zeigt der Gipfel allerdings, warum ihn die Ebenseer, die seine felsige Nordseite sehen, den „Wildenkogel“ nennen.
Wegbeschreibung:Von der Ischler Hütte gehen Sie zunächst auf dem Pfad Nr. 211 Richtung „Schönberg“. Durch schütteren Waldbestand gelangen Sie zu einer Wegteilung. Dort nehmen Sie den rechten Weg – Nr. 226 – und wandern durch das un-übersichtliche Latschen- und Karst-gelände unter dem Feuchterkogel aufwärts. Oberhalb davon erhebt sich linker Hand das Altarkögerl (1.723 m). Noch weiter oben geht’s schließlich durch die grasige Südwestflanke hinauf zum Gipfelkreuz auf den Schönberg (2.090 m). Der höchste Punkt des Massivs – plus drei Meter! – befindet sich auf der westlich benachbarten Kuppe und ist über eine kurze gesicherte Passage erreichbar. 2:00 h
Abstieg links über die Gipfelwiese und den felsigen, stellenweise auch mit Latschen bewachsenen Nordwestkamm (Markierung Nr. 227). Der Tiefblick nach Norden zu den Rauhen Kögeln ist eindrucksvoll, doch die jähen Wandabstürze rechts neben dem Pfad mahnen zur Vorsicht! Schließlich läuft der Kamm im Latschendickicht über einem mit einigen Tümpeln gezierten Sattel vor dem unscheinbaren Möselhorn (1.657 m) aus. Schon oberhalb davon wendet sich der Pfad nach rechts und trifft auf den Weg Nr. 211, der im Osten des Schönbergs von der Ischler Hütte zum Hochkogelhaus zieht.
Auf diesem geht’s nun rechts bergab und über einem Kar in die Senke unter dem Großen Rauhenkogel. Bei der dortigen Gabelung bleiben Sie links und wandern unter der schroffen Westwand des Großen und des Kleinen Rauhenkogels durch steiles Fels-, Latschen- und Schuttgelände weiter (rechts darüber gibt’s einen Klettersteig). Zuletzt gelangen Sie über einen bewaldeten Kamm zum Hochkogelhaus (1.558 m) der Ebenseer Naturfreunde. 2:00 h
Das 1924 eröffnete Schutzhaus steht auf einem besonders schönen Platz vor der wilden Kulisse eindrucksvoller Felsgipfel. Als kurze Draufgabe empfiehlt es sich, den nahen, mit einem Zaun abgesicherten Gipfel des Hochkogels (1.591 m) zu erklimmen, denn er verspricht einen tollen Blick nach Norden und zu den nahen Felstürmen der Rauhenkogel.
Tipp des Autors:Gipfelabstecher auf den Rinnerkogel (2.012 m)
Sicherheitshinweise:Für alle Etappen benötigen Sie Wander- bzw. Bergschuhe mit Profilgummisohle sowie wind- und regendichte Kleidung.
Reservewäsche zum Wechseln und eine kleine Notfallapotheke sollten ebenfalls im Rucksack sein. Wieviel Proviant Sie einpacken – das richtet sich nach der Anzahl an Einkehrmöglichkeiten. Auf jeden Fall sollten Sie genug zu Trinken mitnehmen. Teleskopstöcke sind vor allem beim Bergabgehen hilfreich.
Weitere Infos und Links:Mit freundlicher Zurverfügungstellung des Textes durch den KOMPASS-Verlag und Wolfgang Heitzmann.
Weitere Infos unter trail.salzkammergut.at
Das Ebenseer Hochkogelhaus (1.558 m) ist ein Schutzhaus der Naturfreunde Ebensee im westlichen Teil des Toten Gebirges in Oberösterreich.
Herzlich willkommen auf diesem Stützpunkt!
Anfahrt
Die Rettenbachalm bei Bad Ischl erreicht man: Auf der A1 entweder von der Ausfahrt Regau auf
der B 145 oder der Ausfahrt Thalgau auf der B 158 nach Bad Ischl. Auf der B 145
Richtung Bad Goisern nimmt man die Ausfahrt Bad Ischl SÜD und fährt Richtung Zentrum. Nach 800 m rechts in die
Rosenkranzgasse einfahren und der Beschilderung Rettenbachalm folgen, die nach
ca 7 km (Schotterstraße) erreicht wird.
Zustiege
Von der Rettenbachalm 636 m auf dem den Weg Nr. 211 über die ehemalige
Kainalm ist die Hütte in etwa 2 ½ Std
erreichbar. Eine interessante Alternative für den Anstieg bietet der
versicherte Naglsteig. Beide Zustiege sind auch leicht von der Blaa Alm 900m bei Altaussee erreichbar.
Übergänge
Zur
Ebenseer Hochkogelhütte 1558 m – ca 2
Std (am Weg dorthin kann man den Hochkogel Klettersteig Schwierigkeit C/D über den Großen 1798 m und Kleinen Rauher
Kogel 1747 m mitnehmen) – Abstieg über
das Mitterecker Stüberl zur Offenseestraße (Ebensee)Zur
Rinnerkogelhütte über den Schönberg (Wildenkogel) 2093m – ca 6
Std – Abstieg zum Offensee – 2 StdZum Albert
Appel-Haus 1638 m
über den Schönberg (Wildenkogel) 2093 m und
die Wildenseehütte – ca 7 Std[Bn]
Tourenmöglichkeiten
·Auf den Schönberg (Wildenkogel) 2093 m – ca 2 ½ Std·Auf den
Schönberg (Wildenkogel) 2093 m – Abstieg über den Ostgrat (versichert) – durch das Feuertal - zurück
zur Ischler Hütte – ca 7 Std Überschreitung des Toten Gebirges - viele Varianten möglich - mehrtägig
[Bn]
Touren im Winter
Winterraum mit AV
Schlüssel
Zustieg zur Ischler Hütte im Winter entweder über den Sommerweg Nr. 211
oder durch den Bärkogelgraben.
Auf den Schönberg (Wildenkogel) 2093 m – ca 2 StdAuf den Hinteren 1735m und Vorderen Rauher 1785 m – ca 1,5
StdÜberschreitung zur Loserhütte 1497 m über
den Schwarzmoossattel 1684m ca 5 StdÜberschreitung zur Wildenseehütte 1521 m – Weißhorn
1754 m - Offensee 655 m – ca 9 StdAusgangspunkt
für die Überschreitung des Toten Gebirges. Von der Ischlerhütte zur
Wildenseehütte – Pühringerhütte –
Tauplitzalm – Wurzeralm - 4 Tage[Bn]
Besonderheiten
Unter dem Schönberg sowie dem
Vorderen und Hinteren Rauher befindet
sich die längste Höhle Österreichs und der EU mit
einer Gesamtlänge von 140 km und einem Höhenunterschied von 1060 m. Das
Schönberg Höhlensystem hat 34 verschiedene Eingänge. Der Eingang zur
Raucherkarhöhle liegt in unmittelbarer Hüttennähe (nicht öffentlich zugänglich).
Raum 6
Location: Bergwiese neben Wegkreuzung
Hörzeit: 6 Minuten
Stimmen: Anne Tlach, Gerlinde Kaltenbrunner, Elisabeth von Samsonow.
Idealerweise bist du hier bei Sonnenaufgang. Die Gehzeit von der Ischlerhütte beträgt eineinhalb bis zwei Stunden. Suche dir in der weiteren Umgebung des Schildes einen angenehmen Sitzplatz. Warte auf den Sonnenaufgang. Wenn (bei klarem Himmel) das Licht der Sonne auf der Wiese über dir etwa zehn Meter entfernt ist, schau zum Sonnenaufgang und drücke auf Play (Track 06).
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