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Der Trattnach-Ursprung und der Höhenluftweg

Startort: 4682 Geboltskirchen
Zielort: 4682 Geboltskirchen

Geboltskirchen liegt eingebettet zwischen den bewaldeten Höhenzügen des Hausruckwalds. Rundherum nur Waldwege, Natur und Stille – ein Paradies für Wanderer. Ob kurze Runde zum Trattnach-Ursprung oder längerer Höhenweg: Hier findet jeder seine Lieblingstour. Familien lieben den Naturerlebnisweg mit seinen Erlebnisstationen und der sprudelnden Quelle. Geschichtsfreunde entdecken Relikte aus der Bergbauzeit wie den Giselastollen. Oben am Höhenrücken wartet das Wiedhackkreuz mit traumhafter Aussicht. Start- und Zielpunkt ist meist der historische Kohlebahnhof Scheiben. Hier spürt man Geschichte – und die Natur ist immer ganz nah.

Je nachdem wie viel Zeit und Wanderlust wir mitbringen, bietet uns das Gemeindegebiet von Geboltskirchen die passende Rundtour. Die Voraussetzungen dazu sind an den Höhenzügen des Hausruckwalds ideal. Vom Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung, bis hin zu ausgedehnten Waldrouten, ist für jeden etwas dabei. Dazu stoßen wir im Wald auf interessante Relikte der Bergbauzeit.
Geboltskirchen ist eine der zentralen Gemeinden am Hausruckwald. Von drei Seiten ist der Ort von den bewaldeten Höhenzügen umringt - als würde es ohnehin nur Waldwege und keine Straßen geben, um Geboltskirchen zu erreichen. Das wirkt, allein schon beim Blick auf eine Landkarte, für jeden Wanderer und Naturliebhaber einladend.
Und Wanderwege gibt es im Wald tatsächlich genügend - uralte Verbindungswege entlang der Höhenrücken, genauso wie Nordic Walking-Routen und Erlebniswege jüngeren Datums.
Familien mit Kindern werden sich besonders über den Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung freuen. Die Trattnach begibt sich nämlich von hier auf eine knapp 50 Kilometer lange Reise quer durch den Bezirk Grieskirchen, bevor sie unterhalb von Wallern in den Innbach mündet. Versteckt im Grubwald sprudelt ihr Wasser aus bemoosten Steinen. Den 1,2 Kilometer langen Wanderweg dorthin begleiten verschiedene Erlebnisstationen, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern.
Wir erfahren Wissenswertes über den Fluss, die Geologie und die Flora. Ein funktionstüchtiges Wasserrad erinnert uns daran, dass die Trattnach früher Schmiedehämmer und Mühlen angetrieben hat.
Spazieren wir vom Trattnach-Ursprung noch ein wenig weiter kommen wir zum Gisela-Stollen, einem Überbleibsel aus der regen Bergbauzeit von Geboltskirchen. Eine Lock mit Kohlewaggons steht vor dem Tunnelloch, als hätte sie gerade noch ihre Dienste verrichtet. In Wirklichkeit ist es schon einige Jahrzehnte her, dass der letzte Zug Braunkohle ans Tageslicht brachte. Aber es gab eine Zeit, in der der Braunkohlebergbau florierte und der Gemeinde zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung verhalf. Seit dem Jahr 1785 wurde am Haus-ruck rund 200 Jahre lang Braunkohle abgebaut. Viele Menschen fanden hier eine Beschäftigung und die Einwohnerzahl von Geboltskirchen nahm stetig zu.
Beim Giselastollen können wir in einem Schaukasten faszinierende Schwarzweißbilder be-trachten, die an das glorreiche aber auch harte Leben während des Bergbaus erinnern.
Nach dem Giselastollen führt der beschilderte Höhenluftweg hinauf zum Kammverlauf des Hausruckwalds. Tief durchatmen heißt dort die Devise, denn über mehrere Kilometer orientieren sich die beschilderten Naturwege am Höhenrücken.
Ein Abstecher führt uns zum Wiedhackkreuz auf 753 Metern Seehöhe, dem höchsten Punkt am Kammverlauf. Sich zurück nach Geboltskirchen wendend, kommen wir im letzten Abschnitt des Höhenluftwegs, in Roßwald, an einer Magerwiese vorbei. Entlang einer Wiesenböschung gedeihen seltene Kräuter und Blumen. Eine vom bekannten Botaniker Michael Hohla gestaltete Schautafel informiert uns über den Artenreichtum dieses Biotops.
Gemeinsam ist den Wander-wegen, dass sie fast alle ihren Start- und Endpunkt beim historischen Kohlebahnhof Scheiben haben. Wo Kohle abgebaut wurde, brauchte es zu deren Abtransport auch Schienen und einen Bahnhof. Auf einem 3,5 Kilometer langen Rundkurs werden hier immer noch Draisinenfahrten auf der alten Bahntrasse angeboten. Es gibt einen Schaustollen und im Bahnhofsgebäude ein Museum, in dem Exponate, Bilddokumente und Erlebnisberichte von vergangenen Zeiten erzählen.
 
Wegbeschreibung Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung: Startpunkt ist beim Kohlebahnhof Scheiben, der ca. drei Kilometer südlich des Ortszentrums von Geboltskirchen am Waldrand liegt. Der breit angelegte und auch kinderwagentaugliche Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung ist markiert und vom Wegverlauf klar vorgegeben.
Besucher erwartet eine informative Auseinandersetzung mit dem Thema Wasser. Für die Kinder gibt es entlang der jungen Trattnach spannende Erlebnisstationen. Endpunkt des Weges ist die aus dem Waldboden sprudelnde Quelle, bei der man auch gleich seinen Durst stillen kann. Auf dem gleichen Weg geht es zum Ausgangspunkt zurück.
Weglänge: 1,2 Km; Höhenmeter: 20 Hm; Gehzeit: 1 Std.
 
Wegbeschreibung Höhenluftweg: Diese ausgedehnte Rundwanderung ist mit gelben Wegweisern mit der Aufschrift Höhenluft-Runde markiert. Vom Kohlebahnhof Scheiben folgen wir dem Naturerlebnisweg bis zum Trattnach-Ursprung. Weiter geht es bis zum Giselastollen, nach dem der Weg hinauf zum Höhenrücken ansteigt. Diesem folgen wir in östlicher Richtung und genießen an Waldlichtungen immer wieder die herrlichen Ausblicke. Auf ca. halbem Weg haben wir die Möglichkeit zu einem Abstecher zum Wiedhackkreuz, für den wir hin und retour - gut eine halbe Stunde extra einplanen müssen. Wieder zurück am Höhenluftweg wandern wir die Forstwege hinab nach Roßwald, wo uns am Waldrand blühende Blumenwiesen begleiten. Auf der alten Bahntrasse gelangen wir zurück zum Ausgangspunkt.
Weglänge: 12 Km; Höhenmete: 200 Hm; Gehzeit: 4 Std.
Variante: Da der Höhenluftweg entlang des Kammverlaufs oberhalb des Naturerlebniswegs verläuft, kann man seine Länge auch verkürzen. Eine markierte Abzweigung am Höhenrücken weist uns auf ca. halber Strecke den Weg hinunter zum Ausgangspunkt.
Einkehr: Im Ortszentrum von Geboltskirchen freut sich der familiengeführte Gasthof-Reiterhof Pichler auf uns. Gekocht wird hier nach Oma Rosis traditionellen Rezepten, die süße Schmankerl und regionale Küchenklassiker versprechen.

Diese Wanderung stammt aus dem Buch „Hausruckviertel aktiv, Wandern - Entdecken - Genießen“ von Andreas Mühlleitner.
Startort: 4682 Geboltskirchen
Zielort: 4682 Geboltskirchen

Dauer: 3h 52m
Länge: 13,3 Kilometer
Höhenmeter (aufwärts): 305m
Höhenmeter (abwärts): 298m

niedrigster Punkt: 604m
höchster Punkt: 762m
Schwierigkeit: leicht
Kondition: leicht
Panorama: kaum Ausblicke

Wegbelag:
Asphalt, Wanderweg

Ausgangspunkt: Scheiben 20 4682 Geboltskirchen
Zielpunkt: Scheiben 20 4682 Geboltskirchen

Weitere Informationen:
  • Rundweg
  • Naturerlebnis

Parkgebühren

kostenloses Parken

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Routenplaner für individuelle Anreise
  • Eintritt frei
  • Für jedes Wetter geeignet
  • Für Gruppen geeignet
  • Für Schulklassen geeignet
  • Haustiere erlaubt
  • Für Jugendliche geeignet
  • Für Senioren geeignet
  • Für Alleinreisende geeignet
  • Familientauglich
  • Mit Freunden geeignet
  • Zu zweit geeignet
  • Mit Kind geeignet
günstigste Jahreszeit
  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst

Für Informationen beim Kontakt anfragen.

Der Trattnach-Ursprung und der Höhenluftweg
Tourismusbüro Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach
Promenade 2
4701 Bad Schallerbach

Telefon +43 7249 420710
E-Mail info@vitalwelt.at
Web www.vitalwelt.at
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